• Tamara im Atelier

Künstler sein & Künstler werden




Herzlich willkommen im Atelier!


Künstler sein und Künstler werden, darum soll es hier gehen. Aber was genau meine ich damit?


Ich will dir hier mit dem Podcast, mit dem Blog und mit meiner Facebookgruppe ('Einfach malen und zeichnen lernen mit Tamara') helfen dich künstlerisch weiter zu entwickeln. Deine kreativen Ziele zu erreichen und dein Potential auszuschöpfen. Handwerklich durch Tipps, Hacks und Tutorials, aber wir sprechen auch über das Mindset, die Denkweise, die zum Künstler sein gehört. Denn seien wir mal ehrlich, da hemmen wir Kreative uns oft selbst total und stellen uns pausenlos Beinchen.

Durch Selbstzweifel, endlose Vergleiche mit anderen, subjektiven, verzerrten Einschätzungen unseres Könnens und nicht zuletzt Perfektionismus, was einfach nur unproduktiv ist.


Ich will dir helfen dich als Künstler weiterzuentwickeln. Ich werde dir helfen deine Kunstblockaden zu lösen und dein Selbstbewusstsein als Künstler zu stärken – und als Mensch. Beides gehört ja auch untrennbar zusammen.


Ich will diejenige sein, die an dich an dein Können glaubt und dich anfeuert, auch wenn es gerade vielleicht sonst keiner tut. Ich tue es.


Ich werde deine Kunst-Freundin sein – und wenn du willst auch deine Mentorin, die dich begleitet und dir hilft, wenn du Hilfe brauchst.


Und ich möchte dich in meine kleine Künstler-Gemeinschaft willkommen heißen. Denn jeder Künstler, so einsiedlerisch wir auch manchmal sein mögen, braucht seine Kunst-Buddies. Ich möchte mit dir ein virtuelles Atelier gründen, für unser Künstler-Tribe, unseren Stamm.

Das virtuelle Atelier ist wie ein geheimes Clubhaus, ein cooles Baumhaus, in dem die künstlichen "Talent"-Grenzen nicht gelten und alles möglich ist.


Zum Thema Talent, und warum ich glaube, dass es so etwas nicht wirklich gibt, und wie man die Bedingungen von Talent künstlich nachahmen kann, werde ich in den nächsten Folgen noch kommen.


Aber, wieso sind das meine Ziele? Warum will ich Menschen, die eine visuelle Muttersprache haben, vereinen und sie beim Wachsen unterstützen?


Hi, erstmal! Ich bin Tamara. Wie die Aldi Marmelade.


Und es gibt 3 prägende Ereignisse oder einfach Umstände in meinem Leben, die mich hierhin gebracht haben.


Das erste ist, dass ich einfach schon immer diesen Schaffensdrang in mir hatte. Ich habe immer gezeichnet und gemalt. Ob mit Stiften auf Papier oder meinetwegen auf Wände. Ich erinnere mich noch an ein richtig schönes Bild, das ich mal mit 7 oder so an die Wand meines Kinderzimmers gezeichnet hab: Es war eine Illustration zu der Geschichte „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen. Also die Original-Version mit dem traurigen Ende, wo sie dann zu Meerschaum wird, weil der Prinz ihre Liebe nicht erwidert. Es war die Szene, als sie das Messer gerade ins Meer fallen lässt. Ich hatte es extra noch hinter einen Schrank gezeichnet, aber meine Eltern haben es trotzdem irgendwie bemerkt und es wurde irgendwann bei der nächsten Renovierung übermalt.


Das zweite ist, dass dieser Drang sich visuell auszudrücken, nicht nur eine Beschäftigung zum Zeitvertreib sein muss, sondern es auch einen großen Nutzen und Zweck haben kann.

Es ist nämlich so, ich wuchs als Kind in einem winzigkleinen Dorf im wunderschönen, weitläufigen Sibirien auf. Die Seite meines Vaters kam ursprünglich aus Deutschland und seine Geschwister und Eltern lebten auch hier. Und als ich in der dritten Klasse war, da war ich so 9 ½ zogen wir zu ihnen nach Deutschland.


Ich konnte damals null Deutsch. Ich hatte ja auch in der Schule russisch schreiben und lesen gelernt mit den kyrillischen Buchstaben und musste alles komplett von null lernen. Mein Vater hatte mir zwar das lateinische Alphabet beigebracht und ich konnte es auch ein wenig lesen, aber ich konnte überhaupt kein Deutsch sprechen, oder verstehen.


Ich kam zuerst in eine Förderklasse, so richtig Turm-von-Babel-Style. Kinder aller Altersstufen mit, ich weiß nicht wie vielen, unterschiedlichen Sprachen. Keiner verstand einander und die Lehrer schon mal gar nicht. Eine totale Katastrophe, so im Nachhinein. Aber – ich war trotzdem nie komplett sprachenlos. Ich konnte mich immer durch Zeichnen ausdrücken. Ich weiß noch, wie ich ganz stolz irgendwann den Spruch „Warum ist die Banane krumm? Darum“ gelernt und völlig falsch geschrieben und es mit einer Textmarker-gelben Banane illustriert habe.



Der dritte prägende Umstand, der mich zu dem gemacht hat, was ich bin, ist, dass ich mir total bewusst bin, wie privilegiert ich eigentlich bin, dass ich die Möglichkeit habe kreativ zu arbeiten. Denn es geht auch anders. Ich bin nicht die erste in meiner Familie, die zeichnet. Meine Mutter und auch mein Opa, also ihr Vater, haben in der Jugend viel und sehr gut gezeichnet. Mein Opa hat vor allem viele Portraits gezeichnet und meine Mutter Szenen aus Filmen, oder Theater, die ihr besonders gut gefallen hatten. Beide hatten nicht die Möglichkeit später kreativ zu arbeiten. Sie mussten pragmatisch denken und sich einen „handfesten“ Beruf suchen, um Geld zu verdienen und ihre Familie zu versorgen. Ich verneige mich echt davor. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie schwer das war. Das würde mir so mega schwerfallen.


Ich hab nach dem Debakel in der Förderklasse, dann irgendwann doch recht schnell Deutsch gelernt, so wie es bei Kindern halt ist, und hab die dritte Klasse dann in einer ganz normalen deutschen Klasse gemacht. Hab die Schule dann ganz gut überstanden, Abi gemacht, und da ich keine Ahnung hatte, was ich machen sollte, Hauptsache was Kreatives (aber was? Keine Ahnung.) angefangen Medieninformatik und Gestaltung zu studieren. Das war zu dem Zeitpunkt nicht so wirklich meins, und da ich immer noch keine richtige Ahnung hatte, was für mich richtig wäre, habe ich dann Kunst, Musik und Englisch mit dem Schwerpunkt visuelles Lernen studiert. Noch während des Studiums habe ich angefangen an einer Kunst, Musikschule Nachmittagskurse zu geben. Das Studium habe ich dann mit Bachelor und Master abgeschlossen und arbeite mittlerweile als freiberufliche Künstlerin und Illustratorin und unterrichte seit über 7 Jahren mittlerweile an der Kunst, Musikschule.


Du siehst, mein Weg ist null geradlinig. Der einzige rote Fade, den ich je hatte war, ich will malen, ich will gestalten und ich will die Regeln selber machen.


Vielleicht kennst du auch diesen Balanceakt, dass du versuchst dir selber und deinem Schaffensdrang treu zu bleiben, authentisch zu bleiben, und auf der anderen Seite der Pragmatismus, Geld verdienen zu müssen, kein sogenannter gescheiterter Künstler, der von Luft und der Liebe lebt und als Abschreckung für folgende Generationen dient, zu werden. Vielleicht bist du ja gerade dabei deine Balance zu finden, vielleicht hast du es geschafft beide Seiten zu verbinden, vielleicht willst du das gar nicht. Vielleicht hat dein Office im Home gar nichts verloren und du willst Arbeit und Erschaffen völlig getrennt lassen. Es ist alles total legitim. Es gibt so viele Wege Erschaffer zu sein und Erschaffer zu bleiben und mich interessiert total dein Weg!


Ich habe mir früher selber gewünscht mehr Austausch mit Künstlern und Erschaffern in verschiedenen Stadien zu haben, eine gemeinsame kreative Base zu haben, ein virtuelles Atelier als Treffpunkt für Inspiration, mit einer Bibliothek an Tutorials, um effizient neue Dinge zu lernen und zu wachsen ohne quasi erst das gesamte Internet nach guten Quellen abzusuchen.


Genau das, was mir gefehlt hat, will ich jetzt für dich, für mich und uns, unsere kleine verschrobene Künstler-Sippe erschaffen.



Also komm rein und fühl dich wie zu Hause!




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